DSGVO: Das müßen Sie unbedingt wissen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DSGVO gilt für alle Unternehmer, egal ob Einzelunternehmer oder Gesellschaften, auch für Freiberuflich Tätige
  • Homepagebesucher, deren personenbezogene Daten verarbeiten werden, dürfen laut DSGVO vom Betreiber Auskunft oder Löschung verlangen
  • Bei Verstößen gegen die DSGVO drohen sehr höh Bußgelder (bis zu 20 Mio. €)

Worum geht’s?
Cookies, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungen: Die DSGVO treibt auch Jahre nach Inkrafttreten viele Unternehmer, Webdesigner und Onlineshopbetreiber oft noch in den Wahnsinn. Sie möchten endlich wissen, was genau Sie tun müssen, um Ihre Website und ihr Business DSGVO-konform zu gestalten? Dann sind Sie hier genau richtig. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fakten rund um die DSGVO, für wen sie wann gilt, was Sie tun müssen, um nicht gegen die Vorschriften zu verstoßen und welche Rechte Ihre Kunden haben.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist die Datenschutzgrundverordnung und worum geht es?

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Was das genau bedeutet, erfahren Sie jetzt.

Was ist die DSGVO?

Die EU-Datenschutzgrundverordnung – auch EU-DSGVO, General Data Protection Regulation (GDPR) oder Datenschutzverordnung genannt –, ist eine Vorschrift, die einheitlich in der ganzen EU gilt. Sie regelt, wie Unternehmer und Behörden mit personenbezogenen Daten ihrer Besucher, Kunden oder Nutzer umgehen sollen.

Neben der EU-DSGVO gelten in Deutschland weitere Datenschutzgesetze wie das neue Bundesdatenschutzgesetz Deutschland (BDSG-neu), das TMG und das TKG. Diese dienen als Erweiterung und Konkretisierung der DSGVO.

Warum gibt es die DSGVO?

Bis 2018 galten EU-weit sehr unterschiedliche Regelungen und Standards in Sachen Datenschutz. Mit der DSGVO wurde nun in der Europäischen Union ein einheitliches Regelwerk geschaffen, das festlegt, wie Unternehmen und Behörden mit personenbezogenen Daten umgehen dürfen.

Ziel ist es, den Datenschutz in der EU einheitlich zu regeln, um einen Flickenteppich abweichender Regelungen in den verschiedenen EU-Ländern zu vermeiden. Stattdessen gilt nun in der gesamten EU ein einheitliches Datenschutzniveau mit durchgängigen gesetzlichen Regelungen.

Der EU-weite Anwendungsbereich ist in Art. 3 der DSGVO geregelt. Einen Link zur DSGVO finden Sie am Ende des Blogs.

Was genau regelt die DSGVO?

Inhaltlich regelt die DSGVO den Umgang mit personenbezogenen Daten und den damit einhergehenden Rechten von Betroffenen. Jeder Mensch hat laut DSGVO bestimmte Rechte, wenn seine Daten erhoben werden – und das nicht nur im Internet. Das gilt insbesondere für besonders schützenswerte Daten, etwa über Gesundheit, biometrische Daten oder Herkunft.

Dabei stehen sich zwei gegensätzliche Positionen gegenüber: Der Schutz der personenbezogenen Daten auf der einen und der Schutz des freien Binnenmarktes und des freien Datenverkehrs in der EU auf der anderen Seite. Geregelt sind diese Ziele in Art. 1 DSGVO und Art. 2 DSGVO.

Seit wann gilt die DSGVO?

Die DSGVO trat bereits am 25. Mai 2016 in Kraft. Nach einer zweijährigen Übergangsfrist müssen alle EU-Mitgliedstaaten die DSGVO seit dem 25. Mai 2018 verbindlich anwenden.

Die bis dahin geltende Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EG) wurde mit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung aufgehoben. Anders als bei der Datenschutzrichtlinie brauchte es keiner Umsetzung der DSGVO durch die Mitgliedstaaten.

Was passiert bei Verstößen gegen die DSGVO?

Wer die Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung ignoriert, muss sich auf hohe DSGVO-Bußgelder einstellen. Aufsichtsbehörden können bei Datenschutzverstößen im schlimmsten Fall 20 Mio. Euro Strafe verhängen.

Noch teurer kann es für weltweit agierende Unternehmen werden: Diesen drohen Bußgelder von 4 % des weltweiten Vorjahresumsatzes. Unternehmen, die die Datenschutzgrundverordnung nicht ernstnehmen, müssen außerdem mit Abmahnungen und einem Gerichtsverfahren rechnen.

2. Für wen gilt die DSGVO?

Grundsätzlich gilt die DSGVO für sämtliche Personen und Organisationen, die von ihren Kunden, Mitarbeitern oder Mitgliedern personenbezogene Daten erheben. Dazu gehören sowohl Unternehmen und Behörden als auch Praxen und Vereine.

Betreiben Sie eine Website oder einen Online-Shop, ist die DSGVO ebenfalls für Sie relevant – und zwar eben dann, wenn Sie personenbezogene Daten erheben und verarbeiten. Das wäre zum Beispiel in folgenden Tätigkeitsfeldern der Fall:

  • Webseitenbetreiber und Webdesigner: Als Webdesigner müssen Sie in der Regel nicht nur auf den Datenschutz auf Ihrer eigenen Homepage, sondern auch den Ihrer Kunden achten. Sobald Sie ein Newsletter-Formular einbauen oder ein Social-Media-Profil einrichten, sollten die Alarmglocken angehen – denn in diesen Fällen erheben Sie auf jeden Fall personenbezogene Daten.
  • Onlineshop-Betreiber: Als Onlineshop-Betreiber spielen zahlreiche DSGVO-Pflichten für Sie eine Rolle: Sie müssen u. a. Ihre Datenschutzerklärung anpassen, Einwilligungen für nicht-notwendige Cookies einholen und Double-Opt-in für Newsletter einrichten, um die Vorschriften der DSGVO umzusetzen.
  • Unternehmen: Als Unternehmer müssen Sie nicht nur bei Ihrem Internetauftritt dafür sorgen, dass dieser DSGVO-konform ist (etwa durch eine Datenschutzerklärung). Auch unternehmensintern sind datenschutzrechtlich korrekte Abläufe unerlässlich: Datenschutz-Folgenabschätzung und Datenschutzbeauftragte sind hier nur einige Stichpunkte.

Ab wann ist die DSGVO für mich relevant?

Sobald Sie personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder an Dritte übermitteln, wird die DSGVO für Sie relevant. Je nach Business kann das schneller der Fall sein, als Sie vielleicht denken mögen:

  • Sie haben einen Onlineshop und erheben Bestelldaten. Die Daten Ihrer Nutzer analysieren Sie über Tracking-Tools.
  • Sie versenden Newsletter über E-Mail-Adressen.
  • Sie beitreiben ein Meinungsforum oder eine Informationsplattform und veröffentlichen Kommentare der Besucher.
  • Sie versenden online Grußkarten an E-Mail-Adressen.
  • Sie haben einen Friseursalon und vergeben online Termine. Dazu sammeln Sie Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer der Kunden ein.

Grundsätzlich gilt: All das dürfen Sie nur tun, wenn Sie eine Rechtsgrundlage dafür haben oder Ihre Nutzer oder Kunden in die Erhebung der personenbezogenen Daten eingewilligt haben. Diese Einwilligung muss immer freiwillig sein.

Außerdem gilt das sogenannte Kopplungsverbot. Möchten Sie zum Beispiel neue Abonnenten für Ihren Newsletter gewinnen und bieten gleichzeitig auf Ihrer Webseite noch weitere Leistungen an, dürfen Sie diese nicht davon abhängig machen, dass Ihr Besucher den Newsletter abonniert. Das Anmeldeformular für den Newsletter muss die Anforderungen der DSGVO umsetzen.

Kurz und knapp: Versenden Sie Werbemails und Newsletter nie unaufgefordert ohne Einwilligung – weder im B2C-Bereich noch gegenüber anderen Unternehmen. 

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir überprüfen Ihre Website auf Abmahnsicherheit in Bezug auf die DSGVO.

3. Was darf ich laut DSGVO – und was nicht? 

Die DSGVO schützt die sensiblen Daten von Personen. Daher können Sie auch nicht einfach beliebig personenbezogene Daten erheben. Was Sie laut DSGVO dürfen und was nicht, regeln die wichtigsten Grundsätze der Datenschutzgrundverordnung.

Verbot mit Erlaubnisvorbehalt  Sie dürfen grundsätzlich keine personenbezogenen Daten erheben, verarbeiten oder nutzen – es sei denn, Sie haben eine Erlaubnis. Diese kann entstehen aus:Gesetz, z.B. aus dem neuen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu), TMG, EU-DSGVOEinwilligung der betroffenen Person
DatensparsamkeitSie dürfen nur die und so viele Daten erheben und verarbeiten, wie Sie tatsächlich benötigen (Datenminimierung).
ZweckbindungDaten dürfen Sie nur zu dem Zweck verarbeiten, für die Sie sie erhoben haben.
DatenrichtigkeitDaten müssen inhaltlich und sachlich richtig und aktuell gehalten sein.
DatensicherheitSie müssen personenbezogene Daten schützen. Je schützenswerter – z.B. je sensibler – die Daten, desto höher muss das Schutzniveau sein. Welche Maßnahmen angemessen sind, orientiert sich am Stand der Technik, den notwendigen Kosten sowie den Umständen und Risiken.

Kurz und knapp: Ignorieren Sie die Grundsätze der DSGVO, können Ihnen empfindliche Bußgelder drohen. Daher gilt: Auch wenn das Thema komplex ist, nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter.

Als Einzelunternehmer brauchen Sie keine Datenschutzerklärung und personenbezogene Daten verarbeiten Sie schon gar nicht? Rund um die DSGVO kursieren zahlreiche Irrtümer.

4. Welche Rechte haben meine Kunden? 

Kapitel 3 der DSGVO hält die Rechte der Betroffenen sowie die entsprechenden Pflichten der Verantwortlichen fest. Jede Person, von der etwa im Online-Handel personenbezogene Daten erhoben werden, kann diese Rechte gegenüber dem Verantwortlichen geltend machen. Erheben Sie die Daten, sind Sie auch dafür verantwortlich und Ansprechpartner. Folgende Rechte haben Betroffene:

Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO)

Sie sind verpflichtet, Ihren Kunden auf Verlangen Informationen über die bei Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten zuzusenden. Dazu gehören insbesondere folgende Informationen.

  • Zweck der Datenverarbeitung: Wozu nutzen Sie die Daten?
  • Kategorien personenbezogener Daten: Ist es der Name, die Adresse oder das Alter?
  • Empfänger oder Kategorien von Empfängern der Daten: Wer bekommt die Daten? Oder: Bekommt eine bestimmte Gruppe die Daten, z.B. Krankenkassen?
  • Übermittlungen personenbezogener Daten in ein Drittland: Gibt es geeignete Garantien (Zertifizierungen)?
  • Geplante Speicherdauer oder Kriterien für die Festlegung: Wie lange speichern Sie die Daten? Wenn Sie das nicht genau sagen können: Woran machen Sie das fest?
  • Beschwerde: Betroffene können sich bei einer Aufsichtsbehörde beschweren.

Recht auf Berichtigung, Ergänzung und Löschung (Art. 16 und 17 DSGVO)

Nutzer haben einen Anspruch darauf, dass Sie personenbezogene Daten löschen oder sperren, wenn Sie nicht mehr berechtigt sind, die Daten zu verwenden. Das Recht auf Vergessenwerden (Recht auf Löschung) tritt gemäß Art. 17 DSGVO ein, wenn

  • Der Zweck für die Verarbeitung der Daten weggefallen ist.
  • Der Nutzer seine Einwilligung widerrufen hat.
  • Ein Recht auf Datenverarbeitung nicht bestand.

Hintergrund: Der EuGH hat bereits vor Jahren entschieden: EU-Bürger können von Suchmaschinenbetreibern wie Google unter bestimmten Voraussetzungen verlangen, dass ihre Suchergebnisse nicht mehr angezeigt werden. Die DSGVO verankert diesen Anspruch nicht nur gegenüber Google, Bing und Co., sondern gegen jede Stelle, die personenbezogene Daten verarbeitet.

Ausnahme: Sind Sie rechtlich dazu verpflichtet, die Daten aufzubewahren, hat die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse daran, dass Sie die Daten aufbewahren oder möchten Sie eigene Rechte verteidigen, kann der Löschungsanspruch entfallen.

Ihre Kunden können außerdem von Ihnen verlangen, dass unwahre Daten entsprechend berichtigt oder ergänzt werden (Art. 16 DSGVO).

Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)

Außerdem haben Nutzer ein Recht auf Datenübertragbarkeit (Datenportabilität) gemäß Art. 20 DSGVO. Das bedeutet, sie können ihre personenbezogenen Daten zu einem anderen Anbieter “mitnehmen” und von Ihnen verlangen, ihre personenbezogenen Daten an einen anderen Verantwortlichen weiterzugeben.

Die Datenportabilität ist zum Beispiel wichtig für:

  • Wechsel zu anderen (sozialen) Netzwerken
  • Wechsel der Bank
  • Wechsel des Arbeitgebers

Das Recht auf Übermittlung der Daten kann entfallen, wenn der Aufwand die Interessen und Möglichkeiten des Unternehmers übersteigt. Wann das der Fall ist, lässt sich aber nicht pauschal beantworten – wenden Sie sich daher im Zweifelsfall an eine Anwaltskanzlei.

Weiterhin haben Betroffene das Recht, der Datenverarbeitung für Direktwerbung zu widersprechen und unter bestimmten Voraussetzungen einzuschränken.

Kurz und knapp: Betroffene haben gemäß DSGVO Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung, Datenübertragbarkeit, Verarbeitungseinschränkung sowie Widerspruch der Datenverarbeitung.

5. Worauf wirkt sich die DSGVO aus?

Sie wissen nun, dass Sie bei der Erhebung personenbezogener Daten Vorsicht walten lassen und die Anforderungen der DSGVO beachten müssen. Was aber bedeutet das konkret? Das erfahren Sie jetzt.

Datenschutzerklärung

Wenn Sie eine Website betreiben, müssen Sie Ihre Besucher umfassend informieren, wie Sie mit ihren personenbezogenen Daten bezüglich des Datenschutzes umgehen. Dazu gibt es die Datenschutzerklärung, die Ihre Kunden mit einem Klick von überall aus auf Ihrer Seite einsehen können.

Impressum

Als Websitebetreiber brauchen Sie ein Impressum, damit Ihre Besucher wissen, an wen Sie sich wenden können, falls sie Fragen zu oder Probleme mit Ihrem Angebot haben. Neben den Kontaktdaten gehören jedoch noch weitere Angaben in ein rechtssicheres Impressum – und das nicht erst seit der DSGVO.

Social Media

Ob Facebook, LinkedIn oder Instagram – eine DSGVO-Datenschutzerklärung und ein Impressumsind auch in Ihren Social-Media-Profilen Pflicht. Je nach Plattform muss man aber wissen, wie man die Rechtstexte einfügt.

Newsletter

Wenn Sie einen Newsletter versenden, müssen Sie einiges beachten. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie die Einwilligung Ihrer Abonnementen per Double-Opt-In-Verfahren einholen und in Ihre Datenschutzerklärung einen Passus zum Newsletter aufnehmen.

Kontaktformular

In einem Kontaktformular erfragen Sie personenbezogene Daten Ihrer Nutzer. Doch DSGVO-Grundsätze wie Datensparsamkeit und Zweckbindung verpflichten Sie dazu, nicht alles von Ihren Kunden abzufragen, was Sie möchten.

Cookies

Auch das sind Cookies, die sind natürlich nicht gemeint

Für Cookies müssen Sie eine Einwilligung nach DSGVO einholen, sofern diese nicht für den Betrieb der Seite technisch notwendig sind. Umsetzen können Sie das mit einem Banner oder einem Cookie-Consent Tool, in dem Sie auf die Datenverarbeitung hinweisen.

Bildrechte

Wenn Sie auf Ihrer Website Bilder veröffentlichen möchten, brauchen Sie die Zustimmung des Urhebers. Für Fotos von Personen brauchen Sie ebenfalls deren Einwilligung. Das ist nicht erst seit der DSGVO so.

Mitarbeiterdaten

Wer Mitarbeiter beschäftigt, hat beim Thema Datenschutz und Datensicherheit einiges zu beachten. Sie müssen etwa in bestimmten Fällen Einwilligungen nach der DSGVO einholen oder Ihre Arbeitnehmer für den Datenschutz sensibilisieren.

Jetzt Website absichern

Kurz und knapp: DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, Kontaktformular und Impressum sowohl auf Ihrer Website als auch auf Social-Media-Profilen ist Pflicht. Für die Verwendung technisch-nicht notwendiger Cookies benötigen Sie eine vorherige Einwilligung. Das gilt auch, wenn Sie Bilder nutzen möchten, an denen Sie keine Urheberrechte haben. Wenn Sie wollen, checken wir für Sie, ob bei Ihnen alles im grünen Bereich ist:

6. Welche Tools sind von der DSGVO betroffen?

Die meisten Marketing-Tools erheben personenbezogene Daten und fallen somit unter den Datenschutz. Was Sie beachten sollten, wenn Sie diese Tools und Plattformen für Ihr Business nutzen möchten, lesen Sie jetzt.

Google Analytics

Sie verwenden Google Analytics? Dann sollten Sie mit Google eine Auftragsverarbeitung abschließen und sich zudem zusätzlich eine „echte“ Einwilligung Ihrer User einholen. Doch Google Analytics hält noch mehr DSVGO-Stolperfallen bereit. Wir erläutern, welche das sind und wie Sie am besten vorgehen.

Wichtig

Universal Analytics wird zum 01.06.2023 vollständig eingestellt! Das bedeutet, sollten Sie bis dato Universal Analytics nutzen, empfehlen wir Ihnen jetzt bereits die Umstellung auf Google Analytics 4.

WhatsApp

Ihre Mitarbeiter nutzen sowohl beruflich als auch privat WhatsApp? Das kann im Rahmen der Datensicherheit problematisch sein – schließlich greift WhatsApp auf personenbezogene Daten zu. Momentan (Stand November 2022) ist allerdings Twitter durch den Kauf von Elon Musk im Umbruch. So kann sich durchaus in den nächsten Wochen und Monaten noch einiges ändern)

Zoom

Zoom ist ein beliebter Anbieter für Videokonferenzen. Möchten Sie Zoom nutzen, müssen Sie jedoch einige Maßnahmen ergreifen, um datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Mailchimp

Wenn Sie Newsletter versenden, kennen Sie bestimmt das cloudbasierte Newsletter-Tool Mailchimp. Das Tool DSGVO-konform einzusetzen, bringt aber einige To-Do’s mit sich: Auftragsverarbeitung und Datenschutzerklärung sind hier vor allem wichtig.´

WordPress

WordPress verarbeitet jede Menge personenbezogener Daten. Die DSGVO spielt also eine große Rolle – und zwar nicht nur, wenn Sie bestimmte Plug-Ins verwenden. Die SSL-Verschlüsselung ist ein Anfang, doch damit ist es noch lange nicht getan. ´

Praxis-Tipp:

Kann sehr teuer werden wenn diese gerechtfertigt ist: Eine Anwaltliche Abmahnung

Um sich vor Abmahnungen zu schützen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Website umfassend überprüfen. Kontaktieren Sie uns und wir kümmern uns darum:

Jetzt Website absichern

Kurz und knapp: Nutzen Sie Tools oder Messenger wie WhatsApp, Google Analytics, Zoom, Mailchimp oder das CMS WordPress beruflich, müssen Sie bestimmte Maßnahmen ergreifen, damit der Datenschutz sichergestellt ist.

7. Wie setze ich die Vorgaben der DSGVO richtig um? 

Der Schutz der Daten Ihrer Kunden ist Ihnen ein wichtiges Anliegen? Erfahren Sie jetzt, wie Sie sensible Daten schützen und die Vorgaben der DSGVO korrekt umsetzen.

Einwilligung bei personenbezogenen Daten

Wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten, müssen Sie in den meisten Fällen eine Einwilligung der betroffenen Personen einholen. Die DGSVO erlegt Ihnen zahlreiche weitere Pflichten auf. Für welche Daten diese Pflichten gelten, erfahren Sie hier.

Datenschutzbeauftragter

Die DSGVO schreibt vor, dass Sie in bestimmten Fällen einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Wir zeigen Ihnen hier, wann das erforderlich ist und welche Aufgaben ein Datenschutzbeauftragter konkret hat. 

AV-Vertrag

Sie beauftragen externe Dienstleister, die personenbezogene Daten Ihrer Kunden verarbeiten? Dann müssen Sie bei der Datenverarbeitung für einen angemessenen Datenschutz sorgen und sich an die geltenden Datenschutzstandards und -grundlagen halten. Hierzu schreibt die DSGVO den Abschluss eines AV-Vertrags vor.

Standardvertragsklauseln

Übermitteln Sie personenbezogene Daten in die USA oder andere Nicht-EU-Drittländer, müssen Sie auch hier einen angemessenen Datenschutz sicherstellen.

Das geht zum Beispiel, indem Sie Standardvertragsklauseln abschließen und eine Risikoabschätzung vornehmen.

Kurz und knapp: Mit einer nachweisbaren Einwilligung in die Datenverarbeitung, einer rechtssicheren Datenschutzerklärung, Anmeldeformular und Impressum sowie wenn nötig AV-Vertrag und Standardvertragsklauseln machen Sie Ihre Website DSGVO-konform.

8. Checkliste: Die wichtigsten Infos zur DSGVO auf einen Blick 

Die DSGVO bringt viele To-Do’s mit sich, an die Sie als Unternehmer unbedingt denken müssen. Damit Sie nichts vergessen, haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte in der folgenden Checkliste zusammengefasst:

DSGVO-konforme Datenschutzerklärung:

  • Datenverarbeitungsvorgänge in Datenschutzerklärung aufnehmen
  • Pflichtangaben wie Rechtsgrundlage, Zweck und Speicherdauer aufnehmen
  • Präzise, verständlich und leicht zugänglich verfassen

Datenschutzerklärung und Impressum überarbeiten:

  • Ggf. eigene Datenschutzerklärung und Impressum für Social-Media-Profile erstellen

Bei Nutzung von Online-Marketing-Tools: 

  • Einwilligung einholen (am besten über Cookie Consent Tool)
  • Ggf. Auftragsverarbeitung prüfen und schließen
  • Sämtliche Tools, Tracker und Profile in Datenschutzerklärung aufnehmen

Bei Newsletter-Versand:

  • Einwilligung schriftlich oder elektronisch einholen
  • Nachweis der Einwilligung mittels Double-Opt-In-Verfahren
  • Freiwillige Einwilligung (Kopplungsverbot)
  • Einwilligung muss zweckgebunden & widerrufbar sein

Noch Fragen?

Auch wenn es nicht immer gleich einfach ist: Der Schutz personenbezogener Daten ist wichtig. Nicht nur aufgrund der hohen Bußgelder von bis zu 4% des weltweiten Umsatzes oder 20. Mio. Euro lohnt es sich, alles korrekt zu machen. 

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich von einem auf Internet- und Datenschutzrecht spezialisierten Anwalt beraten.

Quelle: erecht24.de
Bild Robert Späth
Robert Späth

DSGVO Gesetzestext

Den Gesetzestext der DSGVO („Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung)“ – finden Sie hier.

DSGVO als PDF-Datei

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